Der Segelschein – Anforderungen

Natürlich kann man auch ohne Segelschein auf einigen Seen, vorzugsweise Binnengewässern, segeln, aber um am offenen Meer oder auf größere Seen in See stechen zu können, benötigt man eine Ausbildung. Diese dauert oft sehr lange, da man Termine einhalten muss sowie einige theoretische Blöcke absolvieren muss. Welche Segelscheinarten gibt es?

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden, da in allen Ländern unterschiedliche Führerscheine für das Segeln angeboten werden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass man zwischen Segelbooten auf Seen und Hochseeseglern unterscheidet. Dabei ist die Ausbildung für ersteres einfacher und dauert nicht so lange wie die für den Küstenseefahrtsschein. Einige Segelschulen bieten auch noch Grundausbildungen an, die vorbereitend auf alle anderen Ausbildungen sind. Weiteres kann man durch Zusatzausbildungen wie Erste Hilfe oder Funkausbildung ein breit gefächertes Wissen zum Thema Segeln erlangen.

Gibt es spezielle Anforderungen, um einen Segelschein machen zu dürfen?

So wie beim Führerschein für das Auto, gibt es auch beim Segelschein eine Altersbeschränkung, die sogar in den verschiedenen Ländern unterschiedlich ist. Für eine Segelausbildung im Binnengewässer mit anschließender Prüfung muss man meist zwischen 14 und 18 Jahren alt sein. Einige Schulen bieten auch einen Juniorsegelschein an, der vor allem für Kinder ab dem 10. Lebensjahr gedacht ist. Außerdem benötigt man den Nachweis eines Ersten Hilfe Kurses, sowie ein ärztliches Attest, der die körperliche und geistige Eignung für die Ausübung des Segelsports bestätigt. Für die Hochseeschifffahrtsprüfung benötigt man auch den Segelschein für die Binnenschifffahrt und muss einige Seemeilen vorweisen können. Der Skipper auf hoher See muss mit einem Praxis- und einem Theorieteil bei der Prüfung rechnen. Der theoretische Teil befasst sich vor allem mit dem Navigieren auf Basis der Astronavigation, sowie mit der Wetterkunde und dem Recht. Da sich das Wetter auf hoher See mitunter sehr schnell ändert und unberechenbar sein kann, ist es auch notwendig, über tropische Stürme Bescheid zu wissen, um im Anlassfall entsprechend handeln zu können.

Allgemeine Anforderungen für den Segelschein

Neben dem Alter und der gesundheitlichen Tauglichkeit ist es vor allem wichtig, dass man nicht seekrank wird und als Skipper die Ruhe bewahrt, vor allem im Ernstfall. Man sollte ein gewisses Maß an Durchsetzungsvermögen und Konsequenz besitzen, um der Crew entsprechende Anweisungen geben zu können. Eine Portion technisches Verständnis kann nicht schaden, da es manchmal zu kleineren oder größeren Problemen kommen kann, wie etwa ein Motorausfall. Die häufigsten Manöver wie Anlegen, Ankern, Kollisionskurs oder “Mann über Bord” werden in der Ausbildung auf dem Wasser ausreichend geübt. Die Knotenkunde gehört außerdem zum Knowhow aller Segler. Es gibt sehr viele unterschiedliche Seemannsknoten, darunter etwa acht bis neun sehr wichtige, die auch bei der Prüfung thematisiert werden. Möchte man nun als frischgebackener Skipper seinen ersten Segeltörn machen, empfiehlt es sich, Leute mit Segelerfahrung an Bord zu nehmen

Foto: cool chap – Fotolia.com

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